{"id":96,"date":"2026-09-20T10:00:00","date_gmt":"2026-09-20T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/brittahrad.at\/blog\/?p=96"},"modified":"2026-09-19T14:45:59","modified_gmt":"2026-09-19T12:45:59","slug":"unsicherheiten-und-zuversicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/brittahrad.at\/blog\/2026\/09\/20\/unsicherheiten-und-zuversicht\/","title":{"rendered":"Unsicherheiten und Zuversicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-1 wp-block-paragraph\">Mit diesem ersten Beitrag m\u00f6chte ich dich auf den aktuellen Stand der Dinge bringen und ein Thema ansprechen, das mich seit einiger Zeit fest im Griff hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph\">Dieses Jahr habe ich mich bislang beinahe ausschlie\u00dflich mit den Korrekturen zu Band 2 und 3 von Schwert und Schild befasst. Vor allem Band 3 hat sich als \u00fcberarbeitungsw\u00fcrdiger herausgestellt, als ich in Erinnerung hatte, sodass ich alles bis auf das Grundger\u00fcst niedergerissen und gut zwei Drittel des Buches neu geschrieben habe, obwohl mir die letzten drei Kapitel noch bevorstehen, die zu schreiben ich mir bis zum Ende des Jahres vorgenommen habe. Band 2 dagegen bedurfte vergleichsweise weniger Aufwand, doch auch darin gab es hier und da etwas umzuschreiben. Mittlerweile befinde ich mich damit auf einem guten Weg in Richtung Ver\u00f6ffentlichung, die jedoch erst im n\u00e4chsten Jahr stattfinden wird. Genauere Infos dazu folgen noch. Zwischenzeitlich rauchte mir jedoch so der Kopf und hatte ich einfach keine Lust mehr auf diese Geschichte, dass ich den Sommer mit meinem n\u00e4chsten Projekt zugebracht habe, das bereits geschrieben ist, nun jedoch korrigiert werden muss. Welche Erleichterung und Freude diese Abwechslung war, vermag ich nicht zu beschreiben, auch wenn es eine H\u00f6llenarbeit war, da ich noch kaum Arbeiten an dem Geschriebenen vorgenommen habe. Nichtsdestotrotz war sich mit anderen Charakteren, Schaupl\u00e4tzen und Geschehnissen zu befassen wie ein Aufatmen, nach dem ich mich zugegebenerma\u00dfen sehne, denn ich h\u00e4nge schon viel zu lange an der &#8222;Schwert und Schild&#8220;-Trilogie fest. Zu dieser bin ich nach der Korrektur meines anderen Projektes wieder zur\u00fcckgekehrt und habe mich an Band 2 gesetzt, ehe ich mich neuerlich Band 1 zugewendet habe, um f\u00fcr eine Neuauflage Fehler auszubessern. Dies gesagt, komme ich nun zum oben angek\u00fcndigten Thema.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst einmal muss ich offen gestehen, dass ich entsetzt bin. Ehe ich mit der Arbeit begann, ging ich davon aus, dass es bis auf Grammatikfehler, Wortersetzungen und gelegentliche Satzumstellungen nicht viel zu tun g\u00e4be, doch fand ich bereits beim Lesen des ersten Kapitels totales Chaos vor, das mich nicht nur mit Scham erf\u00fcllt und mich stresst, sondern ebenso mit Schuldgef\u00fchlen \u00fcberh\u00e4uft. Erschreckenderweise fand ich derart viele Fehler (ein Wort, das ich in den sozialen Medien nie zu schreiben wagen w\u00fcrde, doch weshalb sollte man diese Seite nicht ebenso thematisieren d\u00fcrfen?) vor, dass es mich dazu gedr\u00e4ngt hat, die bereits verkauften Exemplare zur\u00fcckzufordern, was bedauerlicherweise aber nicht mehr m\u00f6glich ist. Zeitgleich versuche ich, mich damit zu beschwichtigen, dass die Situation nun einmal so ist, wie sie ist, und mich dazu anzuhalten, nach vorne zu blicken und zu tun, was in meinem M\u00f6glichkeitsbereich liegt. Bedeutet: Die Fehler zu korrigieren und es zuk\u00fcnftig besser zu machen. Im Zuge dessen habe ich mich daher auch dazu entschlossen, eine komplette \u00dcberarbeitung des Textes vorzunehmen, wodurch sich \u00c4nderungen ergeben haben und ich andere Dinge hinzugef\u00fcgt habe. Diese bewegen sich allerdings in einem solchen Bereich, dass es keine inhaltlichen Ver\u00e4nderungen zur Folge hat und lediglich zur Verbesserung des Leseerlebnisses beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph\">Obgleich ich in dieser Hinsicht entschlossen bin und meinen Blick nach vorne richte, \u00fcberfallen mich regelm\u00e4\u00dfig Momente der Scham und Entt\u00e4uschung, die mir das Voranschreiten zu erschweren versuchen. Zudem hilft es mir nicht, dass der zweite Teil sich besser liest als der erste, obwohl er noch in Bearbeitung ist. Doch habe ich durch dieses peinliche und \u00e4rgerliche Ereignis etwas f\u00fcr mich festgestellt, das ich auf meinem zuk\u00fcnftigen Weg mit mir nehmen werde. W\u00e4hrend des Lesens von Band 1 habe ich klar erkannt, dass ich mich beim Korrigieren des Textes von meinen Unsicherheiten leiten und von allen Seiten mit Rat- und Vorschl\u00e4gen verwirren lassen habe. Teilweise erkannte ich mich\/meine Schreibweise in meinem eigenen Werk nicht wieder, was mich zum Nachdenken gebracht und mir vor Augen gef\u00fchrt hat, dass ich mich im Zweifelsfall besser auf mein Bauchgef\u00fchl verlasse, als mich darauf zu versteifen, wie es die anderen machen und was mir gesagt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-5 wp-block-paragraph\">Mehr noch, als dass ich mit meiner Leistung entt\u00e4uscht habe, bin ich jedoch von mir selbst entt\u00e4uscht und bedauere es, nicht das abgeliefert zu haben, was ich gewollt habe. Auf der anderen Seite denke ich mir oft, dass Erstlingsromane daf\u00fcr da sind, jeden erdenklichen Fehler zu machen und sich mit dem Prozedere vertraut zu machen (bezogen auf den Eigenverlag). Nat\u00fcrlicherweise sind mir bei meiner ersten Ver\u00f6ffentlichung zahllose Fehler unterlaufen, zugleich habe ich durch diese so viel gelernt und mitgenommen und wei\u00df nun, worauf ich bei meinem zweiten Buch achten muss. Selbstverst\u00e4ndlich kann man sich auf YouTube oder Instagram haufenweise Tutorials ansehen und Tipps lesen, wie man sich auch bei Selfpublishing-Anbietern und auf Blogs informieren kann. Nichts davon l\u00e4sst sich jedoch mit den Erfahrungen vergleichen, die man durch eigenst\u00e4ndiges Tun erlangt. Damit will ich nicht sagen, dass du dich im Vorfeld nicht eingehend informieren sollst, ehe du ein Buch ver\u00f6ffentlichst. Fang damit am besten schon an, wenn du dein Buch schreibst. Informiere dich \u00fcber das Schreiben im Allgemeinen, \u00fcber Techniken und Grammatik. Lege dir einen Grammatikzettel an, f\u00fcr F\u00e4lle, die du dir nicht merkst und st\u00e4ndig falsch schreibst. Lass dich aber nicht zu sehr verwirren und schreib die Geschichte, die du schreiben willst, ver\u00f6ffentliche sie und lerne aus den Fehlern, die du dabei machst. Diesbez\u00fcglich m\u00f6chte ich dir noch einen Tipp mit auf den Weg geben, der mein Arbeiten g\u00e4nzlich ver\u00e4ndert hat: Hab beim Schreiben immer im Kopf, ver\u00f6ffentlichen zu wollen. Selbst wenn du es letztlich nicht tust, mit dem Gedanken, dein Werk der Welt zu \u00fcbergeben, wirst du dir mit einem Mal v\u00f6llig neuen Aspekten gewahr. Deine Herangehensweise wird sich \u00e4ndern und du wirst die Dinge in einem v\u00f6llig anderen Ma\u00dfstab hinterfragen und sie f\u00fcnfmal \u00e4ndern, statt dich beim zweiten Mal damit zufriedenzugeben, wovon deine Geschichte und Charaktere profitieren werden. Mir hat diese gedankliche Umstellung einiges gebracht, sodass ich sie gerne mit dir teilen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-6 wp-block-paragraph\">Vor einiger Zeit hat mir jemand folgenden Vergleich angetragen: Beim backen von Palatschinken ger\u00e4t die erste immer farblos und zu fettig, wohingegen die folgenden sch\u00f6n gebr\u00e4unt und, nun ja, weniger fettig sind. F\u00fcr mich stellt mein erstes Buch diese erste Palatschinke da, was anderen sicher genauso geht. Obwohl ich sagen muss, dass mir die erste Palatschinke auch sehr gut schmeckt, nur ist sie eben nicht so ansehnlich wie die anderen. Besonders bei Print on Demand besteht jedoch der gro\u00dfe Vorteil, jederzeit eine neue Auflage starten zu k\u00f6nnen, sodass die n\u00e4chsten verkauften Exemplare bereits den ge\u00e4nderten Text enthalten. Zugegeben, daf\u00fcr muss nat\u00fcrlich eine Geb\u00fchr entrichtet werden, sodass man am besten alles doppelt und dreifach pr\u00fcft (was auch nicht immer alle Fehler eliminiert oder Plotholes aufdeckt). In der Theorie l\u00e4sst sich eine Neuauflage aber leicht in die Wege leiten. Dennoch bin ich bestrebt, die gemachten Erfahrungen auf Band 2 und alle folgenden B\u00fccher anzuwenden, denn auch ich kann es mir nicht leisten, mit Geld um mich zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\">Trotz all dem Optimismus f\u00fcr die Zukunft ist die Situation f\u00fcr &#8222;Stolze Klinge, Br\u00fcchiger Stahl&#8220; nun aber einmal so, wie sie ist, und ich arbeite unerm\u00fcdlich daran, meine Fehler zu korrigieren. Voraussichtlich wird die Neuauflage Ende des Jahres erh\u00e4ltlich sein. Warum so sp\u00e4t? Weil ich gerne das Cover von Band 2 sowie den Klappentext einf\u00fcgen will, meine Designerin ist jedoch schwer eingespannt, sodass ich fr\u00fchestens im November mit ihren Diensten rechnen kann. Doch werde ich dich selbstredend auf dem Laufenden halten und dich dar\u00fcber informieren, wann SKBS in verbesserter Form erh\u00e4ltlich ist. Nat\u00fcrlich kannst du es auch schon vorher kaufen, f\u00fcr das Leseerlebnis lege ich dir jedoch nahe, bis zur Neuauflage zu warten. Und falls du E-Books bevorzugst, fl\u00fcstere ich dir hiermit schon einmal zu, dass es wieder eine Aktion geben wird. Allerdings wird das E-Book erst etwas sp\u00e4ter zu erwerben sein, da es bei Books on Demand (mein Selfpublishing-Anbieter) drei bis vier Wochen dauern kann, ehe das E-Book konfiguriert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8 wp-block-paragraph\">Zum Schluss m\u00f6chte ich noch sagen, dass ich trotz all meinen Fehlern und diesem R\u00fcckschlag zuversichtlich in die Zukunft blicke. Ich werde mich davon nicht unterkriegen lassen, weiterschreiben und B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen, wobei es mein momentanes Ziel ist, bei einer Messe auszustellen. Noch bin ich weit davon entfernt, irgendwann wirst du mich aber auf einer davon mit einem Stand finden k\u00f6nnen. Nicht zuletzt bin ich stolz darauf, nicht aufgegeben und weitergemacht zu haben, wor\u00fcber ich mir die Fr\u00fcchte meiner Arbeit ins Regal stellen konnte, wo sie mich immer daran erinnern, warum ich tue, was ich tue, und weshalb es sich lohnt, weiterzumachen. &#8222;Stolze Klinge, Br\u00fcchiger Stahl&#8220; ist lediglich der Anfang &#8211; meine erste Palatschinke. Mehr werden folgen und ich daran wachsen. Und irgendwann wird jemand sagen: &#8222;Ich habe Buch XYZ von Britta gelesen und es hat mir gefallen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-9 wp-block-paragraph\">Damit entlasse ich dich f\u00fcr heute, wobei ich verspreche, zu versuchen, meine Beitr\u00e4ge nicht immer so lang werden zu lassen. Andererseits bin ich ein Vielschreiberling. Wenn du es bis hierher geschafft hast, f\u00fchl dich, als h\u00e4ttest du einen Berg erklommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-10 wp-block-paragraph\">Liebe Gr\u00fc\u00dfe, vergn\u00fcgliches Lesen und erfolgreiches Schreiben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-11 wp-block-paragraph\">Deine Britta<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem ersten Beitrag m\u00f6chte ich dich auf den aktuellen Stand der Dinge bringen und ein Thema ansprechen, das mich seit einiger Zeit fest im Griff hat. Dieses Jahr habe ich mich bislang beinahe ausschlie\u00dflich mit den Korrekturen zu Band 2 und 3 von Schwert und Schild befasst. 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